Samstag, 8. Mai 2010

On Boxing - oder der Fluch der Mobilität


Es kann durchaus vorkommen, dass anregende Gespräche durch klingelnde Portaphones unterbrochen werden. Wer kennt das nicht?
In der Überlegung, ob Hooliganismus mit blockierten (selbst auferlegt) homoerotischen Phantasien zu tun hätten, platzte das blöde Telephon hinein.
Die Verbindung Homoerotik und Hooliganismus ist natürlich ein kompletter Blödsinn und entspringt ausschliesslich hermetisch akademiniserter Hirnwindungen, welche sich um Fussball foutieren.

Es ist nun mal so, dass nicht jedes Telephon total wichtig ist. Erst recht nicht, wenn die Anrufende vor 15 Minuten verabschiedet wurde - so gross kann Liebe nicht mehr sein, wenn das kritische Alter von 25 überschritten wird. Wie kürzlich bei Michael. Oder Raf.

Daher konnte der Sport-kundige Drummer seinen Vortrag über "On Boxing" von Joyce Carol Oates nicht beenden. Das Buch kann allen empfohlen werden, welche Boxen goutieren und sich um die eigene Homoerotik foutieren.

Bassisten hingegen gehen in der Regel ganz eigene Wege - vor allem wenn die Enthaltsamkeit in der Studioatmosphäre kaum mehr auszuhalten ist. Sein Kontrabass hat ja schon was....homoerotisches?

Der Sportfachmann, aber weltschlechtester Photograph,
Frank


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